Kabarett

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Katrin Weber: Nicht zu fassen - Kabarettabend
Kabarett - 12.04.2022

Nicht zu fassen, da ist das neue Soloprogramm und dazu das Debüt-Album "Ich würd Dich gerne wieder siezen"! Hier bekommt das Publikum wieder all ihre Facetten und ihre wunderbare Wandlungsfähigkeit geboten, komödiantisch, musikalisch und zuweilen auch akrobatisch. Und immer erkennbar: Katrin Weber. Feiner Humor wechselt mit derbem Klamauk, divenhafte Verletzlichkeit mit fast burschikosen Momenten. Katrin Weber rührt und verführt, seufzt, säuselt und säuft, pariert gelassen (die Männerwelten) und parodiert ausgelassen, zuweilen auch sich selbst und bleibt so auf ihre Art einfach nicht zu fassen. Ihr neues Solo wurde lange erwartet. Eher unerwartet dagegen kommt ihre erste Solo-CD "Ich würd Dich gerne wieder siezen". Von Tobias Künzel, einem der Köpfe der "Prinzen", produziert, entstand feinster Kleinkunst-Pop und vereint all ihre Stärken mit Seiten, die man bislang von ihr noch nicht kannte. Musikalische Kostproben von der CD gibt es auch im neuen Programm "Nicht zu fassen". Fazit: Unterhaltung - ganz oben angesiedelt, Kleinkunst - großformatig verpackt.

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Uwe Steimle & Helmut Schleich
Kabarett - 23.10.2021

"Mir san Mir....und mir ooch!" Dialekt ist eine wunderbar eindeutige Grenze. Ich höre sofort, du gehörst nicht zu uns. Aber ich habe dich trotzdem lieb. Das ist dialektale Dialektik. Und die steht im Zentrum des bayerisch- sächsischen Freundschaftsabends mit Helmut Schleich und Uwe Steimle. Als Franz Josef Strauß und Erich Honecker gaben die beiden Kabarett-Giganten aus München und Dresden bereits im "SchleichFernsehen" ein fulminantes Team ab. Jetzt stehen sie erstmals gemeinsam live auf der Bühne: Unter dem programmatischen Titel "Mir san mir … und mir ooch" versprechen Schleich und Steimle eine kabarettistische Grenzerfahrung der besonderen Art. Gemeinsam begeben sich Helmut Schleich und Uwe Steimle auf eine abenteuerliche Reise in die Tiefen der deutschen Befindlichkeit und stellen fest: Es geht den Menschen wie den Leuten…

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Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Kabarett - 10.07.2021

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute-Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende. Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt? Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau. Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat. Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog. Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers. Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters. Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders. Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit! Lisa Eckhart, gebürtige Steirerin Jahrgang 1992, kroch mit Performance und Texten so gnadenlos wie der Katholizismus und so wortgewandt wie eine Nationalratssitzung 2015 aus der verbrannten Erde der Poetry-Slam-Ecke, um sich in der Kabarettszene Österreichs mehr Raum zu verschaffen. Motto: Gebt ihr Stift, Papier und Bühne und niemand wird verletzt! Für ihr Kabarett-Debüt "Als ob Sie etwas Besseres zu tun hätten" wurde sie mit dem Förderpreis zum Österr. Kabarettpreis ausgezeichnet. "Die Vorteile des Lasters" ist Lisa Eckarts zweites Soloprogramm.

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Torsten Sträter - Schnee, der auf Ceran fällt
Kabarett - 19.10.2021

SCHNEE, DER AUF CERAN FÄLLT Guten Tag, Sträter hier. Mein drittes Programm. Titel: »Schnee, der auf Ceran fällt.«. Worum geht’s? Nun ja: Da sind epische Exkursionen über Moral und Verstand, wie immer einem strengen roten Faden folgend, eine angenehm kompakte Darreichungsform, an den Rändern verbrämt mit einigen wenigen Zwischenbemerkungen, am Ende eine zutiefst beseelende Botschaft und Punkt 22:00 fällt mir das Mikrophon aus der Hand … QUATSCH. Kommen Sie, ernsthaft jetzt. Wollen Sie das wirklich schon vorher wissen? Doch wohl nicht. Das Leben folgt ohnehin schon strengen Regeln, immer will wer was, man kommt zu nichts, man gönnt sich kaum was - also ist es ja wohl das MINDESTE, mal einen Abend locker zu lassen. Und das machen wir zwei Hübschen. Sie und ich. Sie wissen doch, wie das bei mir läuft: Ich bringe ganz ganz frische Geschichten mit, nichts, was Sie vorab schon aus dem TV kennen, und zwischendurch erzähle ich Ihnen, was sonst noch war. Eine Führung durch die ganze Welt der Idiotie, die Einsicht, dass nichts menschlicher ist als das Missgeschick, seltsame Berichte vom Rand der schiefen Ebene, dann ergänze ich den Abend noch mit Schilderungen, die ich mir auf gar keinen Fall verkneifen kann, mache den Sack zum Ende hin mit einer sehr guten Geschichte zu, und wenn Sie dann noch können, hagelts Zugaben. Ein seriöses Konzept. Und ich gelobe, es sehr lustig zu gestalten. Und mich so gut zu amüsieren wie Sie. Klingt erstmal ein bisschen krude. Wird aber verhältnismäßig überwältigend. Beste Grüße, Torsten Sträter

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Uwe Steimle - Fludschen muss es
Kabarett - 11.03.2022

„Fludschen muß es“ … ganz genau, wenns fludschd, ist beim Sachsen die Welt in Ordnung. Wenn´s nämlich ni fludschd, könnte etwas fehlen, dann wird’s Fourschbar. Eine Zumutung sondersgleichen! In feinem Dresdner Sächsisch spricht Uwe Steimle übers Wurzelwerk der deutschen Seele, unsere Muttersprache. Er ist fest davon überzeugt, über die Sprache zum Gefühl vordringen zu können… wenn´s fludschd!

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Academixer
Kabarett - 24.09.2021

Früher war die Rolle des Mannes klar definiert: Mit dem Schwert aufs Pferd und hinaus in die Schlacht! Am Abend kam er siegreich zurück, um Tisch und Bett mit der auf ihn wartenden Gemahlin zu teilen. Haha und holterdipolter! Später dann Bogart, Belmondo und Bond, etwas eleganter in Kleidung und Umgang, aber dasselbe Prinzip. Und heute? Treuner, Eulenberger und Völkner - drei Männer, drei Generationen und eine Frage: Wie soll der Mann sein im 21. Jahrhundert? Ein Held in der Welt und am Herd ein Filou? Ein Kindergärtner, Psychologe, permanenter Masseur? Am besten alles auf einmal und immer im richtigen Augenblick. Mister Perfect? Ja, rufen die Frauen! Und die Gegenseite ist überfordert. Bis auf Treuner, Eulenberger und Völkner - drei Männer, drei Generationen und ein Programm: "mannomann - frisch verfönt". Die eingeschworenen academixer sind Frauenversteher und Macker, Athleten und Denker sowie sensationell im Bescheren von Glück. Sie wissen, worauf es ankommt, und sie verraten es ihrem männlich-weiblichem Publikum! Arrangement/Korrepetitor: Ekky Meister Regie: Christiane Müller

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Schwarze Grütze - Vom Neandertal ins Digital
Kabarett - 11.06.2021

Die neuen Lieder von Dirk Pursche und Stefan Klucke sind wieder äußerst bitterwitzige Gesellschafts-Selfies. Das Duo hält seine Kamera direkt auf unsere schlimmen Stellen und entwickelt daraus seine sehr lustigen Geschichten: Da versteckt sich einer zum Grillen hinter der Garage, damit es ja der Kühlschrank nicht sieht. Ein anderer geht wegen der Mieterhöhung nachts mit dem Metalldetektor über den Friedhof. Die intelligente Autokorrektur ändert das Wort „Bürste“ in „Brüste“, nur weil da ein Mann vor dem Bildschirm sitzt. Ein Kindergartenkind hilft etwas nach, damit die Zahnfee endlich den Restbetrag für das I-Phone bringt. Das Musikkabarett Schwarze Grütze legt den Finger in die offene Festplatte der Gesellschaft. Da trifft künstliche auf künstlerische Intelligenz und Download auf Herzblut. Die beiden bösen Barden bleiben ihrem Ruf treu: Pechschwarzer Humor paart sich mit genialen Wortspielen - ein ausgesprochen analoges Vergnügen!

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